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Eaton M45 Pro(ject)

Nach einem erfolgreichen Einsatz eines Eaton M45 Kompressors an einem C20NE-Motor, kam die Frage auf, ob noch Potenzial in den kleinen Pumpenzwerg steckt.

Der Eaton M45 Kompressor, oder auch Supercharger genannt, ist häufig in Mercedes-Motorräumen anzutreffen.

In Wirklichkeit ist er aber ein Roots-Gebläse und kein Kompressor, da er die Luft nicht komprimiert, sondern eher die Luft in den Motor pumpt. Um Leistung zu erzeugen benötigt er Leistung. Und genau da ist der Ansatz, um aus der Luftpumpe ein Kraft-Zwerg zu machen.

Viele würden jetzt sagen: „Nehme doch ein größeren Kompressor“, aber das ist nicht unsere Intension. Also was machen mit den M45? Ganz klar, effizienter machen.

Das heißt, die Leistung die er benötigt verringern und die Drehzahl erhöhen. Dazu gibt es vier Ansatzpunkte: 1. das Gewicht der rotierenden Massen verringern; 2. die Lagerung verbessern, 3. die Strömung verbessern und 4. die Temperaturen senken.

 

Schritt 1: Der Speck muss weg!

 

Das erste, was in Angriff genommen wurde, war das Riemenrad oder auch umgangssprachlich Pulley genannt. Hierzu wurde ein Pulley aus hochfestem Aluminium entwickelt das einen kleineren Durchmesser von 70 mm hat und nur noch 240g wiegt.  Das originale Riemenrad ist aus Stahl hat einen Durchmesser von 81 mm und wiegt stolze 476g.

 

Als nächstes musste die Antriebswelle dran glauben. Hier wurden alle unnötigen Massen entfernt und die Welle hohl gebohrt. Natürlich darf die Welle nicht komplett durch gebohrt werden, sonst tritt später Öl aus.

 

 

Somit kommt die Antriebswelle von 227g auf 187g.

Danach kam die Kupplung dran, und es konnten nochmal 48g abspeckt werden.

Anschließend, eine Diät für die Zahnräder. Hier wurden Langlöcher im Radius gefräst. Gewichtsverlust in Summe 60g

Auch die Wellen der Rotoren (Roots) mussten dran glauben. Hier konnten in Summe bei beiden Wellen 200g eingespart werden.  Die Wellen wurden in der Mitte des Schaft ausgedünnt und hohl gebohrt. Hier darf auch nicht komplett durch gebohrt werden, sonst tritt Kompressor- Öl in die Nadellager. Dies gestaltete sich als sehr schwierig, da die Gefahr bestand den elend langen Bohrer abzureißen.

Zu guter letzt kamen die Roots dran. Diese sind aus Aluminium aber Einsparungspotenzial war dennoch da. Durch die Bohrungen an beiden Rotoren, ging das Gewicht nochmals um 320g runter. 

Das macht in der Gesamtsumme eine Reduzierung der rotierenden Massen um sage und schreibe 952g. Fast ein Kilo weniger die angetrieben, geschweige durch die Gegend gefahren werden müssen.

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